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Risikomanagement auf dem Prüfstand unter Covid 19-Bedingungen - Welche Aufgaben betreffen den Aufsichtsrat? Von Falko R. Loy, ArMiD-Mitglied

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Corporate Governance

Es ist eine zentrale Aufgabe des Aufsichtsrats, sich mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems seines Unternehmens zu befassen. Insofern ergibt sich auch oder gerade im Kontext der Covid-19-Pandemie für die Unternehmen die interessante Fragestellung, ob das Risikomanagement wirksam ist, also das Unternehmen auf Covid 19 angemessen vorbereitet war und ob sich daraus etwaiger Handlungsbedarf für die künftige Ausrichtung des Risikomanagements ergibt.

Theoretisch sollte es allein durch eine Pandemie, wie die durch Covid 19 ausgelöste, keine zusätzlichen Konsequenzen auf das Risikomanagement geben. Warum auch? Risiken zu antizipieren, zu identifizieren und zu bewerten, gehört bekanntermaßen bereits seit langer Zeit zu den wesentlichen Pflichtaufgaben von Aktiengesellschaften und vieler Unternehmen, bei denen diese Aktivität unabhängig von der Gesellschaftsform regulatorisch vorgeschrieben ist, wie etwa bei Banken und Versicherungen.

Auch bei Unternehmen, die dazu nicht explizit gesetzlich verpflichtet sind, zählt es zu den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns, sich über Risiken, die das Unternehmen, den Geschäftsverlauf und das Geschäftsmodell betreffen könnten, Gedanken zu machen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen – etwaige Risiken durch eine gute Vorbereitung zumindest zu minimieren.

War nun die Corona-Pandemie ein unvorhersehbares Ereignis? Eher nicht, denn ähnlich gelagerte Fälle, wenn auch nicht in der Auswirkung, gab es bereits in der jüngeren Vergangenheit einige. Zudem gab es in den letzten Jahren relevante Studien, die sich mit Pandemie-Risiken auseinandergesetzt haben. Insofern war das Risiko einer Pandemie als solches bekannt. Fraglich ist jedoch, ob die Unternehmen eine Pandemie als Unternehmensrisiko identifiziert und bewertet haben und etwaige Notfallpläne existierten.

Wird dies das letzte Ereignis dieser Tragweite sein? Das ist natürlich schwer zu beantworten, aber die meisten Wissenschaftler sehen das eher nicht so. Das Pandemierisiko gehörte bislang, wie viele andere Risiken auch, zu den sogenannten „Emerging Risks“, also Risiken, die zukünftig auftauchen können bzw. bereits vorhanden und nur schwer zu quantifizieren sind - und darüber hinaus ein potenziell hohes Schadenausmaß haben. Emerging Risks zeichnen sich durch eine hohe Unsicherheit aus, da selbst Basisinformationen, mit Hilfe derer die Häufigkeit und Schweregrad des Schadeneintritts adäquat bewertet werden könnten, nicht oder nur unzureichend vorhanden sind.
Das Pandemierisiko gehört aber inzwischen wohl nicht mehr zu den Emerging Risks, da mittlerweile sehr viele Daten vorhanden sind, diese Art Risiko für die Zukunft besser einzuschätzen. Zumindest in einer Bandbreite, die mit Hilfe mathematischer Verfahren, wie bspw. einer Monte-Carlo-Simulation, eingegrenzt werden können. Unbenommen ist auch, dass es noch weitaus schlimmere Szenarien einer Pandemie geben kann, so dass es ratsam ist, mehrere Szenarien genauer zu analysieren, welche Konsequenzen ein solcher Risikoeintritt für das eigene Unternehmen haben könnte und welche Maßnahmen zur Risikominderung und Krisenbewältigung ergriffen werden könnten.

Es gibt jedoch wie bereits angedeutet weitere Emerging Risks, die ebenfalls eintreten könnten. Eine hilfreiche Lektüre ist die Veröffentlichung des „CRO Forum“, das jährlich das sogenannte „Major Trends and Emerging Risk Radar“ herausbringt (https://www.thecroforum.org/2020/06/30/emerging-risk-initiative-major-trends-and-emerging-risk-radar-2020-update/). Hierbei werden wichtige Trends für den Versicherungssektor analysiert, welche zweifelsohne auch für viele weitere Branchen relevant sein können. Als die wichtigsten aktuellen Trends werden „Altern und Gesundheit“, „Verbraucherverhalten und Digitalisierung“, „wirtschaftliche Instabilität“, „Urbanisierung und soziale Veränderung“, „Umgebung und Klima“, „Verschiebung geopolitischer Landschaft“ und „technologische Veränderung“ genannt. Die dargestellten Risiken sind für die verschiedenen Branchen und Unternehmen von unterschiedlicher Bedeutung. Beispielhaft können hier „Blackout kritischer Infrastrukturen“, „Cyberrisiken“ oder auch „Digitale Fehlinformation“ genannt werden. Die Relevanz und möglichen Auswirkungen auf das eigene Unternehmen der dort genannten Risiken zu untersuchen, ist auf jeden Fall eine sinnvolle und gleichermaßen hilfreiche Übung. Jedoch auch abgesehen von den bereits aufgezeigten Risiken, lohnt es sich, bezogen auf die eigene Branche und das eigene Unternehmen, zu reflektieren, welche zukünftig aufkommenden Trends bzw. Risiken das Unternehmen betreffen könnten. Ich würde so weit gehen zu prognostizieren, dass dies in vielen Fällen zu weiteren Aktivitäten führen wird – zumindest, wenn die Übung ernsthaft betrieben wird. 

Zu betrachten sind hierbei die Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen, also auf den Geschäftsbetrieb, die zur Verfügung stehenden Ressourcen, das Geschäftsmodell, die Lieferketten sowie die Wertschöpfung. Die zu ergreifenden Maßnahmen müssen daher vielfältig sein und beispielweise zusätzliche Absicherung, eine Diversifizierung im Geschäftsmodell, eine Neuordnung von Lieferketten, eine Anpassung des Auswahlprozesses von Lieferanten, eine Adjustierung von finanziellen Puffern oder eine Etablierung von Katastrophenplänen beinhalten.

Haben Sie dazu Fragen, Anregungen oder Diskussionsbedarf? Dann sprechen Sie mich gerne an:
fl@loy-consult.de
 


W. Luckhardt und C. Schwarz verstärken ArMiD-Vorstand

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Der Vorstand von ArMiD, Aufsichtsräte im Mittelstand in Deutschland e.V., hat in seiner letzten Sitzung Wolfgang Luckhardt und Christian Schwarz neu in den Vorstand gewählt.

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Offenlegung der Kompetenzprofile des Aufsichtsrates - „Da ist noch Luft nach oben“. Eine Studie von Dr. Carola Rinker

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Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) empfiehlt die Erarbeitung eines Kompetenzprofils für den Aufsichtsrat als Gesamtgremium. Auch wenn die DAX-Konzerne dieser Empfehlung nachkommen, stellen nur sehr wenige Unternehmen die Kompetenzen der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder transparent dar. Dies hat Dr. Carola Rinker, ArMiD-Mitglied, in einer Studie festgestellt und urteilt: „Da ist noch Luft nach oben“.

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Die Aufsichtsratsplattform begrüßt bereits sechstes Fördermitglied/ Petersen: „Die Modernisierung der Kommunikationssicherheit ist ein Muss für Unternehmen“ Frankfurt am Main – 19.08.2020 Die Brainloop AG, einer der weltweit führenden Anbieter von hochsicheren Cloud-Lösungen zur Gremienkommunikation und dem Austausch hochvertraulicher Dokumente wurde zum 1. Juli 2020 neues Fördermitglied von ArMiD, Aufsichtsräte im Mittelstand in Deutschland. Damit begrüßt das Aufsichtsrats-Netzwerk bereits sein sechstes Fördermitglied. (...)

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Aufsichtsräte, Beiräte und Experten diskutieren im ersten ArMiD-WebDialog  Praktischer Erfahrungsaustausch im Dialog mit ArMiD-Mitgliedern ist das Credo des ersten ArMiD-Webdialogs. Auf dem virtuellen Podium der von CMS gehosteten Video-Plattform und moderiert von Prof. Birgit Felden, tauschen Aufsichtsräte, Beiräte und krisenerfahrene Experten Ihre Standpunkte aus, virtuell und dialogorientiert. Diskutiert haben Carsten Albrecht, Aufsichtsrat (u.a. AR-Vorsitz, Berner Group) und Beirat, Norbert Basler, Aufsichtsrat (u.a. AR-Vorsitz, Basler AG) und Familienunternehmer, Klaus Jaenecke, Vorstand ArMiD, Aufsichtsrat (u.a. AR-Vorsitz, Hansgrohe SE) und Beirat, Michael Müller, Partner Risk Advisory, Deloitte, Dr. Carola Rinker, Bilanzexpertin, Fachautorin, Dr. Martina Schmid, Rechtsanwältin/Partnerin bei CMS Hasche Sigle, Beirat ArMiD und Dr. Volker Treier, Außenwirtschaftschef, Mitglied der Hauptgeschäftsführung DIHK.

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Auswirkungen des Coronavirus auf die Unternehmensbewertung - Ein Interview mit Prof. Dr. Birgit Felden

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Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Felden, Sie sind Professorin an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und beschäftigen sich in Forschung, Lehre und Praxis mit Familienunternehmen und Unternehmensnachfolge. Zurzeit dreht sich ja alles um die Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft. Lassen Sie uns darüber sprechen, inwieweit dieser Virus auch das Thema Nachfolge beeinflusst und in welchem Maße sich vor allem Unternehmensbewertungen – da sind Sie ja Expertin – unter dem Corona-Blickwinkel ändern werden.

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ARUG II und DCGK – das Paket ist vollständig! Ein Beitrag von Dr. Martina Schmid, RA, Partnerin CMS Hasche Sigle

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Nach dem ARUG II ist nun auch der neue Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) 2020 in Kraft getreten und ab sofort von börsennotierten Unternehmen zu beachten. Nachdem 2009 die erste Aktionärsrechterichtlinie ins deutsche Recht umgesetzt wurde, ist am 1. Januar 2020 mit einiger Verzögerung auch das Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) in Kraft getreten. Parallel dazu hat die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex den Kodex umfassend revidiert. Dieser ist mit seiner Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 20. März 2020 nun ebenfalls in Kraft getreten.

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Familien-Unternehmen-Zukunft- Quo vadis Familienunternehmen? - Der Einfluss gesellschaftlicher Veränderungsprozesse auf Familienunternehmen in Deutschland, von Prof. Dr. Birgit Felden

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Egal, ob man Unternehmerfamilien als „vielleicht letzter Hort, in dem sich Strukturen einer längst untergegangenen Feudalordnung mit dynastischen Leitelementen finden“  bezeichnet oder die Verbindung zwischen Unternehmen und Familie als „Pionier spätmoderner Lebensformen“  betrachtet: Beide Einschätzungen verweisen auf die gesellschaftliche Einbettung des Phänomens Familienunternehmen bzw. Unternehmerfamilie. Weder die Familie noch das Unternehmen existieren im luftleeren Raum. Gesellschaftliche Umbrüche und Wandlungsprozesse beeinflussen Unternehmen und Familien in vielfältiger Weise. 

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Die 20. Dialogveranstaltung war ein voller Erfolg. Mit fast 100 Teilnehmern war die Premium-Veranstaltung „Aufsichtsräte im Dialog“ zum wiederholten Male ausgebucht. Ein Nachweis für ArMiD, dass die Themen- und Expertenauswahl, auch diesmal wieder auf ein starkes Interesse der Mitglieder und Teilnehmer stieß. Das Thema: „Klimawandel im Boardroom – Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Unternehmensstrategie und die Rolle der Aufsichts- und Beiräte“ ist eben auch für Aufsichts- und Beiräte zunehmend relevant.

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Es gibt genügend qualifizierte Frauen von Monika Schulz-Strelow und Elke Benning-Rohnke

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Seit etwas über zwei Jahren gibt es jetzt eine „Frauenquote“ für die Besetzung der Aufsichtsräte börsennotierter und voll mitbestimmter Unternehmen. Im Gespräch mit Prof. Dr. Roderich C. Thümmel erläutern Monika Schulz-Strelow und Elke Benning-Rohnke, was das Gesetz gebracht hat und welche Schlussfolgerungen sich aus den Erfahrungen ziehen lassen.

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Dagegen! Die Vergütungsthematik nach ARUG II wird die nächste Hauptversammlungssaison nachhaltig bestimmen

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Leider scheint der Name des „Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie“ (ARUG II) ziemlich verfehlt, geht es doch weit über die Rechte und Pflichten von Investoren hinaus. So erleichtert das Gesetz unter anderem auch die Identifikation von Investoren, spezifiziert die Geschäfte mit nahestehenden Gesellschaften und Personen und regelt Vergütungsfragen neu. Der Autor: Dr. Alexander Juschus, Managing Partner Governance & Values, Karlsruhe.

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AriD am 03.06.2019 – Diskussionskultur und Persönlichkeitsmerkmale als kritische Elemente erfolgreicher Aufsichtsrats- und Beiratstätigkeit

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