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Aktuelles

„Grenzen des Aufsichtsrats“ von Professor Dr. Peter Ruhwedel

„Deutsche Bank offenbart Grenzen des Aufsichtsrats. Der Rücktritt des Deutsche-Bank-Aufsichtsrats Georg Thoma offenbart die Schwächen des Aufsichtsratssystems. Nur klare Prinzipien können helfen.“

 

"Hier geht es zur Kolumne: https://www.bilanz.de/management/deutsche-bank-aufsichtsrat "

„Diktatur des Kapitalmarkts“ von Prof. Dr. Peter Ruhwedel

Unter der Überschrift „Moral lässt sich nicht verordnen“ fordert der Vorsitzende der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, Dr. Manfred Gentz, in einem kürzlich veröffentlichten Interview eine stärkere Eigenverantwortung in Unternehmen: „Zu viele detaillierte Gesetze bewirken das Gegenteil: Sie nehmen den Menschen die Verantwortung ab. “Auch institutionelle Investoren und Proxy Advisor stellen immer detailliertere Anforderungen an die Corporate Governance börsennotierter Unternehmen. In seiner Kolumne in der Zeitschrift „Bilanz" geht Herr Prof. Dr. Peter Ruhwedel der Frage nach, ob wir heute bereits eine Diktatur des Kapitalmarkts erleben.

 

"Hier geht es zur Kolumne: https://www.bilanz.de/management/diktatur-des-kapitalmarkts "

Die Corporate Social Responsibility-Richtlinie und unter- nehmerische Verantwortung (...)

Am 14. November 2014 hat die EU-Kommission die „Richtlinie über die Offenlegung nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen durch bestimmte große Unternehmen und Gruppen” im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Im Mittelpunkt der neuen Richtlinie sog. „Corporate Social Responsibility-Richtlinie“ (CSR-Richtlinie) steht eine neue Dimension der unternehmerischen Verantwortung, die sich durch Ergänzung der Bilanzrichtlinie (2013/34/EU) ihren Weg in die Unternehmensberichterstattung der in den EU-Mitgliedsstaaten ansässigen Unternehmen bahnt. Eine Umsetzung der CSR-Richtlinie in nationales Recht ist verpflichtend bis zum 6. Dezember 2016 zu leisten. Hierzu hat auch das BMJV dieses Jahr ein Diskussionspapier zur Umsetzung in nationales Recht veröffentlicht.

Nach dem Handelsgesetzbuch müssen Unternehmen gemäß § 289 Abs. 3 bzw. § 315 Abs. 1 S. 4 HGB allerdings bereits auch bisher über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren berichten. Die Konzernlageberichterstattung konkretisiert sich in Deutschland zusätzlich im Rahmen von DRS 20, der z.T. mit der CSR-Richtlinie überlappende Angabepflichten vorschreibt. Die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht bedeutet für den Bilanzersteller das Einholen und Offenlegen von über die derzeit geltenden Angabepflichten hinausgehenden Informationen. Auch davon betroffen sind kleine und mittelgroße Unternehmen als Teil der Lieferkette von berichtspflichtigen Unternehmen.

Der folgende Beitrag von Dr. Norbert Lüdenbach und Dr. Jens Freiberg informiert im Detail über die in der CSR-Richtlinie enthaltenen Regelungen und diskutiert die Umsetzung in deutsches Recht. Zudem wird ein Vergleich zwischen den bestehenden Angabepflichten nach DRS 20 und den zukünftigen Angabepflichten gem. CSR-Richtlinie gezogen

 

"Rechnungslegung Spezial
Beitrag von Dr. Norbert Lüdenbach und Dr. Jens Freiberg"

Qualität der Aufsichtsratsarbeit leidet unter Großaktionären

Prof. Dr. Peter Ruhwedel hat in einer neuen Studie die Qualität der Aufsichtsratstätigkeit der Unternehmen in den wichtigsten deutschen Aktienindizes DAX und MDAX untersucht.

Prof. Ruhwedel arbeitet in seiner Studie heraus, dass inzwischen eine große Zahl von Aufsichtsräten ein hohes Maß an Professionalisierung aufweist, welches weit über die rechtlichen Mindestanforderungen hinausgeht.

Abweichungen zeigen die Untersuchungsergebnisse jedoch bei Familienunternehmen bzw. Unternehmen mit einem Großaktionär. In diesen Gesellschaften scheint der Aufsichtsrat seine Überwachungsfunktion eher an den gesetzlichen Mindeststandards auszurichten. So scheint der Aufsichtsrat hier nur eine untergeordnete Rolle zu spielen, da die Großaktionäre de facto über direkte Durchgriffsmöglichkeiten verfügen können.

Ein professioneller und unabhängig besetzter Aufsichtsrat gewährleistet eine funktionsfähige und zukunftsgerichtete Unternehmensüberwachung, sagt Ruhwedel. Die größte Herausforderung für Großaktionäre bestehe in der Regel darin, unabhängige Experten in die Überwachungsgremien aufzunehmen. Gleichzeitig liege hierin oftmals der Schlüssel für die notwendige Professionalisierung der Gremien sowie eine Erhöhung der Diversität - beides wichtige Voraussetzungen für eine ausgewogene und risikoorientierte Überwachung.

Lesen Sie die interessante Studie von Prof. Dr. Peter Ruhwedel mit den aufschlussreichen Ergebnissen seines aktuellen AUFSICHTSRATS-SCORE, die er den Mitgliedern von ArMiD hier dankenswerter Weise zur Verfügung stellt.

Der wissenschaftliche Leiter des KompetenzCentrums für Unternehmensführung & Corporate Governance an der FOM Hochschule vergleicht bereits schon zum vierten Mal Arbeitsweise, Eignung, Diversität und Transparenz der Aufsichtsräte.

Vergütung und Rolle von Aufsichtsräten
Anforderungen an Aufsichtsräte steigen, Gehälter hinken hinterher"

 

 


Im Bereich ArMiD-TV finden Sie Bewegtbild-Aufzeichnungen zu den verschiedensten Themen der Aufsichtsratsarbeit.

 

 

ArMiD, Aufsichtsräte Mittelstand in Deutschland e.V., ist ein Verband für Aufsichtsräte und Beiräte mittelgroßer, börsennotierter aber auch nicht-börsennotierter deutscher Unternehmen, der sich zum Ziel gesetzt hat, professionelle Mandatsträger zu fördern. Die Vereinigung bietet Aufsichts- und Beiratsmitgliedern aus dem Mittelstand praxisnahe Unterstützung für ihre tägliche Arbeit.

ArMiD unterstützt eine Mandatsträger-Kultur, die interessenskonfliktfrei, dialog- und sachorientiert wirkt. Der Verband zielt in seiner Förderung sowohl auf die Aufsichts- und Beratungsfunktion von Mandatsträgern als auch auf Transparenz und einen offenen Dialog. Aufsichtsräte Mittelstand in Deutschland e.V. wurde Anfang 2013 mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet und entstand aus der mehrjährigen erfolgreichen Arbeit des Forums für Aufsichtsräte und Beiräte mittelgroßer Unternehmen "Aufsichtsräte im Dialog".